Jetzt ist Saatzeit! – Es ist nie zu früh!

Viele Gärtner reiben sich während der kalten Winterjahreszeit noch die Bäuche und denken noch lange nicht an die bevorstehende Gärtnersaison, jedoch ist es nie zu früh rechtzeitig mit der Anzucht zu beginnen.

Es gibt viele Obst und Gemüsepflanzen die bereits jetzt gepflanzt und vorgezüchtet werden sollten, damit sie über die Sommermonate zufrieden stellende Ernteergebnisse erzielen. Chillies, Paprikas, Tabak, Erdbeeren, Zwiebeln, Lauch und einige Küchenkräuter wie beispielsweise Rosmarin und Salbei sollten bereits jetzt gesät und vorgezüchtet werden, damit wir viel Spaß mit unseren Lieblingen haben können.

Einige dieser Jungpflanzen vertragen sogar recht kühle Temperaturen um die 10-15°C.

Für die Anzucht unserer Pflanzen benötigen wir allerdings einiges an Zubehör. Hier möchten wir Ihnen eine kleine Liste mit nützlichen bzw. notwendigen Artikeln bereitstellen, die für eine gelungene Vorzucht nötig sind:

       Für die Anzucht im Gewächshaus

  • Anzuchtbeleuchtung (Nano Wing zzgl. Leuchtmittel, Mammoth TCL Armatur mit 2x36W bzw. 2x55W)
  • Clip Ventilator
  • Mini-Gewächshaus
  • Thermostat zzgl. Heizmatte / Heizkabel
  • Feuchtigkeits- und wärmeverteilendes Substrat für den Boden des Gewächshauses (Blähton, Growstone, Perlite, Vermiculite)
  • Thermo-/Hygrometer
  • Anzuchtsubstrate (Jiffy Torfquelltöpfe, Anzuchterde, Steinwolle, Speedgrow)
  • Pikierstäbe
  • Stecketiketten, um den Überblick nicht zu verlieren
  • Anzuchttöpfe, je nach Pflanzenart eignen sich unterschiedliche Größen
  • Wurzelstimulatoren (Metrop Root+, Canna Rhizotonic, BioBizz Root Juice, Hesi Wurzel Complex)

 

Für die Anzucht in der Wohnung bzw. energiesparend im Gewächshaus

  • Anzuchtkammer (Mammoth/Secret Jardin Dark Propagator, HdroShoot 60, Homebox Q60, Homelab 60)
  • Anzuchtbeleuchtung (Nano Wing zzgl. Leuchtmittel, Mammoth TCL Armatur mit 2x36W bzw. 2x55W)
  • Clip-Ventilator
  • Mini-Gewächshaus
  • Thermostat zzgl. Heizmatte / Heizkabel
  • Feuchtigkeits- und wärmeverteilendes Substrat für den Boden des Gewächshauses (Blähton, Growstone, Perlite, Vermiculite)
  • Thermo-/Hygrometer
  • Anzuchtsubstrate (Jiffy Torfquelltöpfe, Anzuchterde, Steinwolle, Speedgrow)
  • Pikierstäbe
  • Stecketiketten, um den Überblick nicht zu verlieren
  • Anzuchttöpfe, je nach Pflanzenart eignen sich unterschiedliche Größen
  • Wurzelstimulatoren (Metrop Root+, Canna Rhizotonic, BioBizz Root Juice, Hesi Wurzel Complex)

 

Das Vorgehen bei der Anzucht ist sehr einfach. Arbeiten wir mit Anzuchtmedien, die direkt das Saatgut aufnehmen, wie beispielsweise die beliebten Jiffy Torfquelltöpfe, Eazy Plug Anzuchttrays oder Speedgrow Steinwolle, so befeuchten wir unser gewähltes Medium mit Wasser. Verfügen wir über ein pH-Messgerät so senken wir den pH-Wert des Wassers vorher auf den für das Substrat besten Bereich für die Anzucht und Bewurzelung (Torf pH 6.4-6.5, Kokos pH 6.2-6.3, Steinwolle pH 5.2-5.4, Speedgrow pH 5.8-6.0).

Nutzen wir ein Mini-Gewächshaus in das wir unsere Anzuchtmedien platzieren wollen, so legen wir den Boden mit feuchtem Blähton, Perlite oder Vermiculite aus. Dadurch erhalten wir konstantere Feuchtigkeitsverhältnisse und auch die Temperatur verteilt sich angenehmer in der Wurzelzone. Wir empfehlen Ihnen die Verwendung von Blähton, da sie diesen nach Benutzung einfach abkochen und wiederverwenden können.

Möchten wir unseren Sämlingen zu einem gesunden Start in ihr Leben verhelfen, so nutzen wir bereits zum Befeuchten des Mediums Wasser, das mit einem Wurzelstimulator vorbehandelt wurde. Wurzelstimulatoren bewirken nicht nur eine bessere Wurzelentwicklung. Diese Produkte werden häufig aus Meeresalgenextrakten hergestellt. Meeresalgen sind besonders reich an Spurenelementen (für die Bewurzelung und Nährstoffversorgung von Jungpflanzen sehr wichtig) und sie beinhalten unzählige Vitamine und Aminosäuren, die der Pflanze den Stoffwechsel erleichtern.

Haben wir uns dazu entschieden unsere Samen direkt in Töpfe mit Anzuchterde zu pflanzen, so sollten wir diese Töpfe bereits vor dem setzen der Samen angießen, um ein abspülen bzw. heraufspülen der Samen zu vermeiden. Dadurch wird der anschließend gesetzte Samen wirklich dort keimen, wo wir ihn platziert hatten.

Nachdem wir alle Samen gesetzt haben machen wir uns daran jeden einzelnen Topf bzw. jede Pflanzreihe zu etikettieren damit wir im Laufe der Anzucht nicht den Überblick verlieren.

Wir können unseren jungen Lieblingen dabei helfen stärker und besser zu keimen, wenn wir für eine kontrollierte Wurzelwärme sorgen. Hierfür benötigen wir das Thermostat und zusätzlich ein Heizkabel bzw. eine Heizmatte, um der Wurzelzone wärme zu spendieren. Die richtige Wurzeltemperatur ist für eine gleichmäßige Keimung und Entwicklung der Jungpflanzen sehr wichtig, aber unter den einzelnen Arten recht unterschiedlich. Möchten wir aber viele unterschiedliche Pflanzenarten in einem Gewächshaus unterbringen, so suchen wir nach einem passablen Mittelwert der einzelnen Arten. Zwiebeln und Lauch bevorzugen recht kühle Temperaturen zwischen 10-15°C während Pflanzen wie Paprika eine Wurzeltemperatur zwischen 20-25°C bevorzugen. Hierbei hilft uns auch das Thermo-/Hygrometer festzustellen wie warm und feucht es um die Pflanzen herum ist. Wir empfehlen bei der Anzucht in der Mitte unseres Gewächshauses einen Topf, Jiffy o.ä. nicht zu bepflanzen, sondern in ihm den Außenfühler unserer Thermostats und den Außenfühler des Thermo-/Hygrometers unterzubringen. So haben wir die volle Kontrolle über die Temperatur in der Wurzelzone.

Außer bei Lichtkeimern wie beispielsweise Erdbeeren reicht es, wenn wir unsere angesetzten Samen lediglich warm unterbringen, da die Pflanzen noch kein Licht zum keimen benötigen. Erblicken die Sämlinge aber das Licht der Welt so ist es sehr wichtig, dass sie sofort beleuchtet werden, sei es durch die Sonne oder eine zusätzliche Beleuchtung. Viele Pflanzen werden aber gerade zu den späten Wintermonaten besser anwachsen, wenn wir eine zusätzliche Beleuchtung nutzen, auch wenn wir ein großes Gewächshaus haben.

Sobald unsere Pflanzen keimen heben wir den Deckel unseres Anzuchtgewächshauses ab und sorgen mittels eines kleinen und stromeffizienten Clip-Ventilators für die nötige Umluft. Dies sorgt dafür, dass unsere Sämlinge keinen zu gestreckten Spross entwickeln und sich schneller auf die Bildung echter Blätter konzentrieren, als sprichwörtlich zu „spargeln“. Nur durch die Umluft und eine ausreichende Beleuchtungsintensität werden wir es schaffen kompakte und kräftige Jungpflanzen zu erhalten.

Haben wir unser Mini-Gewächshaus mit Anzuchterde gefüllt und unser Saatgut direkt dort gepflanzt so wird ein Pikierstab von großem Nutzen sein, wenn wir unsere Jungpflanzen vereinzeln wollen. Dies sollte rechtzeitig geschehen, noch bevor sich das Wurzelsystem groß entwickelt hat, damit wir die jungen Pflanzen nicht zu starkem Stress aussetzen und sie kräftig weiterwachsen können.

Besonders aus Energieeffizienten Gründen empfehlen wir Ihnen selbst wenn Sie ein großes Gewächshaus haben die Anzucht in einer kleinen Anzuchtkammer vorzunehmen, da diese kleinen Räumlichkeiten schnell erwärmt werden können und entsprechend weniger Strom benötigen, um auf Temperatur zu kommen.

Haben unsere Jungpflanzen ihren Anzuchttopf, Jiffy Quelltopf, Steinwolle oder welches Medium Sie auch zur Anzucht bevorzugen möchten durchwurzelt ist es an der Zeit die jungen Pflänzchen in größere Töpfe zu bringen. Achten Sie aber bitte darauf, dass der nächste Topf im Volumen maximal dreimal so groß ist wie der vorherige, da zu große Töpfe bei zu kleinen Wurzelsystemen schnell zu schlechtem Wachstum führen können.

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