Mikroben – Unsere kleinen Helfer!

Viele Gärtner machen sich Gedanken um die richtige Düngung, die abgestimmte Zuführung von Nährstoffen und einer schnellen Aufnahme der Pflanzen. Worüber sich die wenigsten Gärtner tatsächlich Gedanken machen ist die Bodenflora des Bodens, die aus unterschiedlichen Bakterien, Algen, Flechten und sogar Pilzen besteht.

Vor allem die Bakterien ernähren sich von toter, organischer Substanz. Durch diese Umwandlung verwandeln die Bakterien abgestorbene organische Materie in pflanzenverfügbare Nährstoffe. Durch diese Art der Humifizierung sowie Mineralisierung erfüllt die Bodenflora eine herausragende Rolle innerhalb des Ökosystems Boden.

Pflanzen können die im Boden vorhandenen Nährstoffe, außer in mineralisierter Form nicht aufnehmen. Mischen wir beispielsweise Hornspäne oder andere organische Düngemittel in das Substrat, so kann die Pflanze diese Nährstoffe nicht selbstständig aufnehmen. Dies ist nur mit Hilfe der Bodenflora möglich. Ist unser Boden kräftig organisch vorgedüngt, so hilft selbst der meiste Dünger nicht, wenn die Bodenflora nicht gesund und abundant vorhanden ist.

Im Boden lebende Pilze gehen sehr häufig eine Symbiose mit den Wurzeln der Pflanze ein. Das Myzel der Pilze legt sich um die Haarwurzeln der Pflanze und vergrößert somit die Oberfläche der Wurzel. Sind ausreichend Nährstoffe im Boden vorhanden, so ermöglichen es die Pilze den Pflanzen mehr Nährstoffe und Wasser aufzunehmen. Ist es hingegen andersrum, so fangen die Pilze an sich Nährstoffe und Zucker aus den Pflanzen zu ziehen. Aus diesem Grund sollten Pflanzen in Töpfen nicht zur Erntezeit mit Mikroorganismen beimpft werden.

Entsprechend sorgen die Bakterien im Boden für die Mineralisierung der Nährstoffe, während die Pilze den Pflanzen die Nährstoffaufnahme vereinfachen. Ein natürlich gewachsener gesunder Boden enthält ausreichend Nährstoffe, Bakterien und Pilze. Ein Boden, der über viele Jahre bearbeitet und kultiviert wurde verliert viele dieser Eigenschaften. Die Nährstoffe werden durch die Pflanzen aufgebraucht und der Nährstoffeintrag in den Boden muss über Düngemittel verbessert werden. Durch den Einsatz von stickstoffhaltigen Düngemitteln wird die Aktivität der im Boden lebenden Organismen eingeschränkt.

Auch handelsübliche Substrate wie beispielsweise Blumenerden, Kokossubstrate oder Substrate für die Hydrokultur wie beispielsweise Growstones enthalten kaum bzw. keinerlei Mikroorganismen. In der Hydrokultur werden rein mineralisierte Nährstoffe verwendet, die die Pflanze sofort aufnehmen kann, von daher wird eine Pflanze ohne Mikroorganismen nicht verhungern, allerdings merkt sie doch, dass sie nicht natürlich aufwächst.

Durch den Zusatz von Mikroorganismen, beispielsweise Microbe Life ENERGIE+, VITAMINE+ oder ERNTE+ können diese Organismen dem Medium zugeimpft werden. Um ein aktives Bodenleben gewährleisten zu können werden diese alle sieben bis zehn Tage dem Gießwasser hinzugefügt. Produkte wie Waldleben, SUBSTRAT+ bzw. ALL IN ONE gaukeln der Pflanze zusätzlich vor auf einem natürlich gewachsenen Boden zu stehen. Besonders der Kohlenstoff und die Huminsäuren in SUBSTRAT+ gewährleisten eine zuverlässige Nährstoffaufnahme.

Kompost sowie Wurmhumus sind extrem reich an Mikroorganismen, diese können in Rohform dem Pflanzmedium hinzugefügt werden. Um Ressourcen zu sparen und eine optimierte Wirkung der im Kompost wie Humus lebenden Organismen zu erreichen können Kompost-Tees angesetzt werden.

Informationen zu Kompost-Tee und seiner Herstellung werden Sie in den kommenden Artikeln zu lesen finden.

 

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