Das Aquaponik 1x1 Teil I

Bevor wir in den kommenden Wochen, Monaten und hoffentlich Jahren euch die Aquaponik näher bringen können wollen wir zunächst mit den absoluten Grundlagen beginnen. Denn nur ein aufgeklärter Gärtner wird ein aquaponisches System tatsächlich handhaben können.

Was unterscheidet ein aquaponisches System von einem konventionellen Garten? 

Zunächst einmal ist ein aquaponisches System die Kombination aus Aquakultur sowie der Hydroponik, d.h. der erdfreien Kultur von Pflanzen. Jede dieser beiden Methoden sind hoch effizient haben aber alleinstehend ihre Nachteile, die kombiniert aufgehoben werden können. In der rezirkulierenden Aquakultur muss das Wasser dauerhaft gefiltert werden, um für die Fische schädliche Wasserwerte zu vermeiden und den Fischen ein gesundes Wasser bereitzustellen.

In der Hydroponik müssen die Pflanzen dauerhaft mit haufenweise mineralischen Nährstoffen versorgt werden, um die vollen Vorzüge der Hydroponik ausnutzen zu können. In der Aquakultur werden in der Regel regelmäßige Wasserwechsel vollzogen, um die Aquakultur mit frischem Wasser aufzufüllen.

In der Aquaponik sind Ihnen keinerlei Grenzen gesetzt. Sie können sich ihr System so einfach oder kompliziert aufbauen, wie es zu ihren Bedürfnissen oder ihren Möglichkeiten passt. Angefangen beim kleinen Aquarium, dessen Wasser durch einen mit Blähton gefüllten Balkonkasten mit Stiefmütterchen läuft, einem kleinen Fertigsystem oder für die Bastler und Tüftler unter den Gärtnern einem IBC-System, welches grundlegend zunächst lediglich aus einem alten IBC Tank bestehen muss.

Aber was machen die Pflanzen mit dem Wasser der Fische?

Die Pflanzen machen mit dem Wasser der Fische zunächst absolut nichts außer sich die Menge Wasser zu ziehen, die sie für ihr Überleben benötigen. Das entscheidende Bindeglied zwischen den Fischen und den Pflanzen sind die im Substrat lebenden Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen, die aus unterschiedlichsten Bakterien und Pilzen zusammengesetzt in einer Symbiose mit den Pflanzen leben, wandeln das im Wasser durch die Fische ausgeschiedene Ammonium in Nitrate um. Von diesen Nitraten können sich anschließend die Pflanzen ernähren. Der Überbegriff hierfür lautet in der Fachsprache der Stickstoff Kreislauf.

Um möglichst vielen dieser Mikroorganismen in unserem System einen Platz zu sichern brauchen wir als Pflanzsubstrat ein Material welches eine besonders große Oberfläche aufweist. Ein beliebtes Medium stellt hierbei der Blähton dar, welchen die meisten aus konventionellen Hydrosystemen bereits kennen. Es gibt aber auch zahlreiche Systeme die mit Growstones, Kies, Lava oder anderen anorganischen Substraten funktionieren.

Allgemein kann jedes Hydrosystem auf die Aquaponik angepasst werden. Sei es die Deepwater Culture, bei der die Wurzeln der Pflanzen dauerhaft in stark sauerstoffgesättigtem Wasser wachsen oder sogar der Nährfilmtechnik, bei der die Wurzeln der Pflanzen dauerhaft von einem dünnen Film Wasser umflossen werden. Auch aeroponische Systeme sind mit der Aquaponik realisierbar. Ebenso sind bekannte „drain to waste“ Systeme realisierbar, indem Pflanzen auf Steinwolle, Kokos oder sogar Torf über ein Tropfsystem bewässert werden und das genutzte Wasser im Fischbecken wieder durch frisches Wasser aufgefüllt wird.

Grundsätzlich können auf einem aquaponischen System alle bekannten Obst- & Gemüsesorten angebaut werden, die wir kennen. Ebenso liegt die Entscheidung welche Fische oder Krustentiere sie vermehren möchten ganz bei ihnen und an den Umgebungsfaktoren. In einem aquaponischen System können sie recht hohe Haltungsdichten bei den Fischen und Pflanzen anstreben und durch den Wasserkreislauf verbraucht ein aquaponisches System verhältnismäßig wenig Wasser. Aquaponische Systeme verbrauchen in der Regel nur 1/10 dessen an Wasser, was ansonsten in der Gemüsekultur verwendet wird. Aquaponische Systeme sind unglaublich wirtschaftlich, denn es ist möglich binnen eines halben Jahres eine hohes Gewicht bei seinen Fischen heranzuziehen und gleichzeitig enorme Mengen an Obst und Gemüse zu kultivieren.

Bei uns deckt ein 6m² Pflanzbeet und zwei 1.000 Liter IBC Tanks mittlerweile den größten Teil unseres Obst-, Gemüse und ein vielfaches unseres Fischkonsums. Und das bei relativ geringen Unterhaltungskosten, da das reine System kaum Strom benötigt. In einem Gewächshaus untergebracht muss auch die Beleuchtung für die Pflanzen lediglich in den strengsten Wintermonaten den ganzen Tag leuchten.

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