Hochbeet Bewässerung

Hochbeete sind eine tolle Erfindung. Sie bieten eine angenehme Arbeitshöhe, erlauben eine lange Saison, da die Pflanzen besser vor Frost geschützt sind und Hochbeete bringen tolle Ernteerträge.

Aber Hochbeete haben auch einen gravierenden Nachteil gegenüber der Kultur im Beet. Da die Sonne den ganzen Tag auf die Erde und die Seiten des Hochbeets scheint, trocknen Hochbeete relativ schnell und drastisch aus, wodurch Hochbeete häufig gewässert werden müssen. Dies macht ein Hochbeet über die warmen Sommermonate doch recht arbeitsintensiv.

Die einfachste Variante ist es, sich jeden morgen und jeden Abend mit dem Gartenschlauch ans Hochbeet zu stellen und „Wasser Marsch“ zu spielen. Ich kann mir bei weitem ein besseres Morgen- bzw Abendritual vorstellen als das.

Diesbezüglich habe ich mir Gedanken gemacht wie und womit man ein Hochbeet effizient bewässern könnte. Anschließend habe ich kleinere Testaufbauten gemacht, um das System zu testen.

Zunächst das naheliegendste. Die AquaBox Spider bzw Straight von AutoPot Systems. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Kasten in dessen Mitte eine AutoPot Aqua Valve, also ein Feuchtigkeitsmesssystem, integriert ist. Diese Box wird entweder in die Mitte des Hochbeets, bei der AquaBox Spider Version, oder an den Rand des Hochbeets gesetzt, bei der AquaBox Straight Version. Anschließend wird ein Filz ca fingerdick in der Erde eingegraben und ein Ende des Filzes an den Boden der AutoPot AquaBox gelegt. Der Filz saugt das Wasser auf, welches die Aqua Valve freigibt und dieser Filz gibt dann die Feuchtigkeit an die Erde des Hochbeets ab. Interessant ist, dass das AutoPot AquaBox System auch an Orten eingesetzt werden kann, an denen es keinen festen Wasser- oder Stromanschluss gibt. Wichtig ist nur, den Wassertank oberhalb der AquaBox stehen zu haben, damit der Tank auch leerlaufen kann.

Ein zweites System was ebenfalls gut funktioniert ist der Tropf Blumat. Das einzige Manko ist, dass man je Hochbeet mehrere Tropf Blumat und Verteiltropfer benötigt. Das Tropf Blumat System arbeitet sehr wasserschonend, da nur das Wasser gegossen wird, was den Pflanzen tatsächlich fehlt. Das Tropf Blumat System basiert auf einem Tonkegel, der als Feuchtesensor den Wassergehalt im Substrat misst.

Der Tropf-Blumat Tonkegel besteht aus dem Tonkegel, einem Schraubkopf mit eingebautem Ventil sowie dem Tropfschlauch der zwischen dem Ventil und dem Schraubkopf platziert wird. Je nach Druck innerhalb des Tonkegels drückt das Ventil den Tropfschlauch ab, oder gibt ihn wieder frei, so dass das Wasser frei aus der Leitung läuft. Der entstehende Unterdruck bei trocknendem Substrat saugt Wasser aus dem Tonkegel, wodurch das Ventil den Tropfschlauch weniger stark abklemmt. Dadurch beginnt der Tropschlauch zu tropfen, bis das Substrat wieder seinen optimalen Sättigungsgrad erreicht hat. Der Unterdruck im Tonkegel saugt bei ausreichend feuchtem Substrat wieder Wasser in den Tonkegel, wodurch der Tropfschlauch wieder abgeklemmt wird. Durch den Verstellkopf lässt sich die angestrebte Trockenheit des Substrates durch den Gärtner regulieren, also dem Trockenheitsgrad ab dem mit der Bewässerung begonnen werden soll.

Das System kann mittels eines Druckreduzierers an die Wasserleitung angeschlossen werden es kann aber auch ein Tank verwendet werden. Dafür muss der Gärtner wie bei der Autopot AquaBox lediglich darauf achten, dass der Tank mindestens auf Beetrandhöhe steht, damit sich der Tank vollständig entleeren kann.

Für das Hochbeet Muss man in jede Ecke einen Tonkegel einplanen und im Abstand von ca 25cm einen Verteiltrofer. An jeden Tonkegel können bis zu fünf Verteiltropfer angeschlossen werden.

Bei vorhandenem Wasseranschluss ist die dritte und letzte praktikable Möglichkeit das Hochbeet zu bewässern die Verlegung von sogenannten Perlschläuchen, Schwitzschläuchen bzw Tropfschläuchen.

Perlschlauch bzw Schwitzschlauch besteht aus einem sehr porösem Material welches auf voller Länge Wasser an das Substrat abgibt. Tropfschlauch hat in bestimmten Abständen kleine Löcher im Material, so dass dieser Schlauch in regelmäßigen Abständen Wasser an die Erde abgibt.  Wichtig ist, dass der Schlauch immer in einem Abstand von ca. 50cm verlegt wird. In der Regel muss an die Wasserleitung auch noch ein Druckminderer angeschlossen werden. Für die volle Kontrolle empfehlen wir zusätzlich einen kleinen Bewässerungscomputer wie beispielsweise die Modelle von Gardena.

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