Passive Hydrosysteme – Alles ohne Pumpe

Viele Gärtner möchten sich einmal an einer Hydrokultur versuchen, scheuen aber die Ausgaben die ein fertiges aktives Hydrosystem kostet. Für einen einfachen Start in die Welt der Hydroponik eignen sich passive Hydrosysteme hervorragend, da diese ohne Pumpe und anderes großes Zubehör gut auskommen.

Als passive Hydrosysteme kommen zwei Varianten besonders in Frage:

 

1. Dochtsystem

Ein Dochtsystem ist sehr leicht umzusetzen. Als Wasserreservoir kann eine tiefe Pflanzschale dienen, über die eine zweite Pflanzwanne gesetzt wird. Nun werden die leeren Töpfe an den Stellen aufgestellt, an denen die Pflanzen auf dem Tisch stehen sollen. Mit einem Permanent Marker werden drei bis vier Markierungen an den Drainagelöchern des Topfes gesetzt und anschließend mit einem starken Bohrer aufgebohrt. Hierdurch schaffen wir uns eine Durchführung des Dochts vom Topf in den Nährstofftank.

Als Docht muss ein Material genutzt werden welches gute Kapillarkräfte aufweist und nicht gammeln kann. Streifen von Bewässerungsmatten, Filtervlies oder ähnliches kann als brauchbares Dochtmaterial verwendet werden. Der Docht sollte lang genug sein, dass er vom Boden des Nährstofftanks bis an den oberen Rand des Topfes gelangen kann.

Bei einem passiven Hydrosystem ist die Wahl des richtigen Substrates besonders wichtig. Blähton eignet sich für die meisten passiven Systeme eher schlecht, da es keine besonders starken kapillaren Eigenschaften hat, um das Wasser aus dem Tank in den Topf zu ziehen.

Die Töpfe können mit Gardex, Kokos, Perlite, Growstones Mix This, Steinwollflocken (Mapito), Vermiculite oder noch besser einer Mischung dieser Substrate vermischt werden.  Hierdurch kann eine starke Kapillarkraft garantiert werden. Wir müssen beim Befüllen der Töpfe darauf achten, dass die Dochte wirklich senkrecht verlaufen.

Wenn alle Töpfe am rechten Platz stehen werden wir die Töpfe zunächst mit einer Nährlösung angießen bis alle Töpfe schön nass sind. Anschließend füllen wir den Nährstofftank und setzen abschließend unsere Pflanzen auf das System.

 

2. Tropf-Blumat

Eine weitere Möglichkeit eines passiven Hydrosystems ohne viel Aufwand ist der Einsatz von nährstofffreien Substraten (Gardex, Kokos, Perlite, Growstones Mix This, Steinwollflocken (Mapito), Vermiculite oder noch besser einer Mischung dieser Substrate, aber kein reiner Blähton) mit dem Einsatz der Tropf Blumat Bewässerung.

Tropf Blumat Systeme kommen ohne Pumpe aus und versorgen die Töpfe sehr bedarfsgerecht, da die Tonkegel immer nur dann das Ventil des Tropfschlauchs freigeben, wenn der eingestellte Trockenheitsgrad erreicht wurde. Das einzig wichtige ist, dass der Boden des Nährstofftanks mindestens auf Höhe des Topfrands stehen muss, damit der Tank  auch leerlaufen kann und der Wasserdruck ausreicht um das System zu versorgen.

Hydrokultur mit Hilfe der Tropf Blumat Teile funktioniert aber nur mit relativ feinen wasserhaltenden Substraten, da ansonsten zuviel Wasser als Drainage anfällt und das System keinen Spaß macht.

 

3. Hempy Bucket

Eine dritte Möglichkeit der passiven Hydrosysteme stellen die Hempy Buckets dar. Hempy Buckets wurden von ambitionierten Homegrowern entwickelt, die sich auf die Kultur von Hanf spezialisiert haben. Hempy Buckets eignen sich aber auch wunderbar für alle anderen Pflanzenarten, weshalb wir Ihnen diese auch vorstellen möchten. Wenn man nicht groß selbst Emer modifizieren möchte, dann eignen sich die Bato Container sehr gut dafür. Hempy Buckets basieren auf einem kleinen Wasserreservoir am Boden, wodurch die Eimer auch von Hand gegossen werden können, ohne alle 2 Stunden Hand anlegen zu müssen. Bato Container haben auch ein wasserspeicherndes Reservoir am Boden, wodurch sich ein Hempy System gut realsieren lässt.

Auch beim Hempy Bucket System sollte ein wasserspeicherndes Hydrosubstrat verwendet werden, wie wir es auch für die anderen Systeme empfohlen haben.

 

Mit diesen drei Systemen ist es möglich auf kostengünstige Art und Weise in die Welt der Hydroponik zu schnuppern es sollte aber dennoch auf einige Faktoren geachtet werden, für das ggf. doch noch etwas Zubehör benötigt wird:

Der pH Wert bei Hydrokulturen sollte regelmäßig kontrolliert und angepasst werden, hierfür ist ein pH Testkit oder ein günstiges pH Messgerät nötig. (pH: 5.5-6.0)

Biologische Düngemittel neigen zum Kippen, wenn sie länger als einen Tag im System stehen. Aus diesem Grund sollten möglichst mineralische bzw. biomineralische Dünger verwendet werden.

Das Substrat hat keinerlei eigene Nährstoffe entsprechend kann zwar grob nach dem Düngeschema der Hersteller gearbeitet werden, es sollte aber idealerweise der EC Wert mit Hilfe eines günstigen EC-Messgeräts eingestellt werden. (EC 1.0-2.4)

 

Egal ob es sich um ein aktives oder passives System handelt, es sollte täglich die Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Wir empfehlen auch ein tägliches Auffrischen der Nährlösung, um eine einfache Handhabung gewährleisten zu können.

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