PAR - Das Lichtspektrum der Pflanzen

PAR – Beleuchtung für Pflanzen

Die richtige Beleuchtung für Pflanzen auszuwählen ist eine schwierige Frage für jeden Gärtner, der das ganze Jahr im Gewächshaus oder im Innenraum arbeiten möchte. Denn Licht ist die Lebensgrundvoraussetzung von Pflanzen, da die Energie des Lichts für die Photosynthese verantwortlich ist, durch die Pflanzen alle lebensnotwendigen Verbindungen erzeugen. Ohne das passende Licht können die Chloroplaste nicht arbeiten.

Unsere menschlichen Augen haben ehrlicherweise nur eine eingeschränkte Wahrnehmung von Licht. Wir Menschen nehmen Licht am ehesten im Spektralbereich zwischen 550 bis 600 nm war, sehen können wir zwischen 380-780 nm. Dies stellt auch den Spektralbereich dar, denn wir mit Lux beschreiben. Pflanzen nehmen Licht anders auf und reagieren bei unterschiedlichen Wellenlängen verschieden auf die Lichtfarben und Intensität.  Die Wachstumsleistung sowie Wachstumsentwicklung hängt entscheidend von der Menge sowie der Qualität der Lichtquelle ab. Das für die Photosynthese nutzbare Licht ( Photosyntheticalle Active Radiation = PAR) liegt im Vergleich zum menschlichen Lux-Spektrum zwischen 380-700 nm. Das Spektrum der Sonne zwischen 300 und 4100 nm. PAR kann auch als Quantum-Licht tituliert werden. Denn die Einheit PAR wird als eine Menge Photonen beschrieben, die in einer gewissen Zeit auf einer definierten Fläche auftreffen. Dies wird wissenschaftlich mit μmol/s*m2 ausgedrückt. Unterscheiden lässt sich die Herstellerangabe häufig auch noch durch PPFD (Photosysnthetic Photon Flux Density) welches μmol/s*m2 darstellt sowie in PPF (μmol m-2s-1), welches lediglich den Photonenfluss beschreibt. Ein hoher Photonenfluss heißt aber noch lange nicht, dass dieser auch eine hohe Photonendichte erzeugt.

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei PPF um die Menge an Licht die ein Leuchtmittel abgibt und bei PPFD um die Lichtintensität die auf einer Fläche von 1m² auftrifft. Der PPF-Wert eines Leuchtmittels ist fix, während der PPFD-Wert variabel ist.

Pflanzen reagieren zwar hauptsächlich auf das PAR-Spektrum allerdings nehmen Sie auch Spektralbereiche außerhalb dieses Bereiches war, wie beispielsweise das UV-Spektrum <400 nm und dem Infrarot >700 nm. Dies liegt auch daran, dass Pflanzen am sensibelsten auf die Randbereiche des PAR-Spektrums reagieren und zwar um die 400 nm (blauer Spektralbereich) und 700 nm (roter Spektralbereich). Licht im UV Bereich bewirkt einen gedrungenen Wuchs, während Licht am Rande der Infrarotstrahlung das Stängelwachstum fördert. Blaues Licht ist insgesamt energiereicher als rotes Licht.

Nun gibt es besonders bei den Herstellern von Pflanzenbeleuchtungssystemen gravierende Unterschiede bei der Bewerbung ihrer Produkte. Was nützt meinen Pflanzen das hellste Licht der Welt, wenn die Photonenstromdichte unterirdisch ist. Als Gärtner sollte immer versucht werden, die zu beleuchtende Pflanzfläche möglichst gleichmäßig auszuleuchten und einen möglichst hohen Lichtwert zu erhalten.

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