Geschlossene Klimaräume und Gewächshäuser

Professionelle Gärtner überlassen nichts dem Zufall und schon gar nicht das Klima und die Schädlingsprävention. Wer sich etwas mit modernem Gartenbau auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass diese Gewächshäuser mit dem kleinen Glashaus im Vorgarten nicht mehr viel gemein haben.

Nutzen wir in unserem konventionellen Gewächshaus die Fenster zur Be- und Entlüftung stellen wir fest, dass in modernen Gewächshäusern keine Fenster vorhanden sind die geöffnet werden könnten. Stattdessen wird die hinzugefügte Zu- wie Abluft gefiltert, wenn überhaupt eine Zu- und Abluft vorhanden ist. Selbst diese Technik ist mittlerweile überholt. Dies hat den einfachen Grund, dass die über das Jahr stark schwankenden Temperaturen und auch die Luftfeuchtigkeit zu einem schwer kontrollierbaren Klima in unserem Gewächshaus führt.

In modernen Gewächshäusern und Klimakammern wird das Klima penibel genau geregelt. Hierzu sind einige Gerätschaften notwendig, um dies zu ermöglichen:

Um die Temperaturen über das gesamte Jahr zu 100% konstant zu halten und um dadurch unseren Pflanzen immer die absolut exakten Klimabedingungen zu ermöglichen wird eine Klimaanlage benötigt. Das Aircondition steuert die Temperatur im Pflanzraum, so dass absolut konstante Temperaturen eingehalten werden können. Die Klimaanlage dient während des Tages oder des Sommers nicht nur der Kühlung sondern auch der Beheizung unseres Gewächshauses. Des Weiteren können Klimaanlagen auch zur Luftentfeuchtung dienen, falls diese zu hoch ansteigt. Klimaanlagen gibt es in allen Größen, so dass im Prinzip selbst kleinste Klimakammern auf diese Weise kontrolliert werden können.

Wie bereits erwähnt kann eine Klimaanlage bereits als Luftentfeuchter dienen. Für Zeiten in denen die Klimaanlage nicht arbeitet oder die Luftfeuchtigkeit einfach zu hoch ist kann in bestimmten Fällen der Einsatz eines zusätzlichen Luftentfeuchters wichtig werden. 

Für Pflanzen, die nur unter einer hohen Luftfeuchtigkeit wachsen oder für den Fall, dass die Luftfeuchtigkeit im Pflanzraum zu stark absinkt kann ein Luftbefeuchter angeschafft werden. Luftbefeuchter gibt es in allen möglichen Größen, von Modellen mit Wassertanks bis zu Modellen mit direktem Wasseranschluss gibt es eine Vielzahl möglicher Varianten.

Da das Gewächshaus in sich geschlossen ist und Pflanzen tagsüber CO² zum Atmen benötigen muss dieser Stoff dem Pflanzraum hinzugefügt werden. Hierzu eignet sich die Begasung der Pflanzfläche mit Flaschen- oder Brennersystemen. Für kleinere Räumlichkeiten eignen sich Flaschensysteme während für große Gewächshäuser die Nutzung von Brennern ökonomischer ist. Nachteilig bei den Brennersystemen ist die zusätzliche Hitzeentwicklung, die den Raum zusätzlich aufheizt.

Zur Reinigung der Luft im Pflanzraum wird ein sogenannter Scrubber verwendet. Diese Einheit besteht aus einen Aktivkohlefilter und einem Rohrventilator, der die Luft des Raumes filtert. Dies dient der Luftreinigung, wodurch die Keim-, Bakterien- und Staubbelastung im Raum um bis zu 80% reduziert wird.

Zur Minimierung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Schädlingen und Pilzkrankheiten werden meistens Schwefler verwendet. Diese Apparate bestehen aus einem Heizelement auf dem ein Schälchen mit Schwefel steht. Der Schwefler wird während des Wachstums präventiv 2-3 mal die Woche während des Nachtzyklus eingesetzt. Währen der Blüte- und Fruchtbildungsphase wird der Schwefler maximal zweimal pro Woche eingesetzt. Dies kann bis zwei Wochen vor dem Erntezeitpunkt erfolgen.

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