Winter, die ruhige Jahreszeit? – Von wegen

Wer als Gärtner über die Wintermonate denkt, dass es im Garten nichts zu erledigen gäbe täuscht sich gewaltig. Die Winterzeit ist der ideale Zeitpunkt sich um den Baum und Strauchschnitt zu kümmern, schließlich tragen die Bäume und Sträucher momentan kein Laub. Dies macht die Arbeiten am Baum erstens sicherer und zweitens angenehmer.

Durch die Winterruhe unserer Bäume stören wir bei einem Winterschnitt auch nicht den Wassertransport, wodurch der Schnitt keinen so großen Stress verursacht, wie beispielsweise ein Schnitt im Hochsommer.

Durch die Beschneidung der Äste unserer Kernobstbäume wie beispielsweise Birnen, Äpfel oder Kirschen möchten wir erreichen, dass mehr Licht in den Innenbereich des Baumes gelangt. Dadurch schaffen wir eine lockere Kronenstruktur. Entsprechend entfernen wir auch einzelne Äste die zu dicht oder kreuzend mit anderen Ästen aufwachsen.

Absterbende oder bereits tote Äste entfernen wird, um einerseits für Sicherheit zu sorgen und andererseits damit keine schädlichen Bakterien und Pilze in unsere Bäume und Sträucher gelangen. Wassertriebe sollten beim Schnitt ebenfalls entfernt werden. Wir erkennen diese Triebe an ihrem senkrechten Wuchs. Diese Steiläste sind deutlich weniger stabil als normal wachsende Äste und auch die Fruchtbildung dieser Äste ist merklich schwächer.

Auch wenn es manchmal schwierig ist sich während der Arbeit zu bremsen sollten wir darauf achten unsere Obstbäume nicht allzu stark zurück zu schneiden. Schneiden wir zu viele Äste vom Baum, so wird sich der Baum in der kommenden Saison mehr auf das Wachstum und deutlich weniger auf die Blüte und Fruchtbildung konzentrieren.

Bei unseren Sträuchern möchten wir im Winter die alten und bereits blühfaulen Äste und Zweige dicht am Boden entfernen, diese Äste erkennt man eigentlich sehr schön an der meist rauen und stark ausgeprägten Borke. Keine Sorge beim Rückschnitt von Sträuchern. Es ist überhaupt kein Problem knapp 40% des Strauches zurück zu schneiden, sofern es sich um einen älteren und gut etablierten Strauch handelt. Bei jüngeren Sträuchern entfernen wir lediglich absterbende oder tote Zweige.

Auch unsere heimischen Vogelarten freuen sich, wenn sie über den Winter zusätzlich gefüttert werden. Hängen Sie dazu einfach Meisenknödel an für Räuber unzugängliche Stellen auf, so dass die Vögel in Ruhe futtern können. Reichen Sie den Vögeln über die Wintermonate kohlenhydrat- und fettreiche Nahrung, damit die Vögelchen gesund über den Winter kommen.

Wurden alle groben Arbeiten erledigt können wir uns langsam daran machen die Nährstoffversorgung unserer Obstbäume zu verbessern. Arbeiten Sie einfach Hornspäne oder Hornmehl in die oberste Bodenschicht ein. Stehen ihre Bäume auf einer Wiese so machen sie doch einfach kleine Löcher um den Baum herum, die sie mit dem Dünger auffüllen. Hornmehl ist deutlich schneller nährstoffverfügbar als Hornspäne. Bereiten Sie also eine Mischung vor, so dass Ihre Bäume lange von der Nährstoffspritze zähren können.

Planen Sie neue Bäume und Sträucher zu pflanzen, so machen Sie es doch im Winter, während die Pflanzen noch ruhen. So können ihre neuen Zöglinge sofort mit dem Wachstum beginnen sobald es das Klima zulässt.

Gutes Werkzeug ist viel Geld wert, entsprechend will es gepflegt werden und wann wäre die beste Jahreszeit dazu? Natürlich im Winter. Sie können Federn entfetten und neu ölen, damit Scheren und andere Werkzeuge im neuen Jahr wie neu funktionieren. Entfernen Sie Flugrost von ihren Gartengeräten und entfernen sie Verschmutzungen auf ihren Scheren, da diese Krankheitserreger übertragen könnten. Auch Ihr Spaten, Rechen oder ihre Hacke wird sich über eine dünne Ölschicht freuen.

Also raus aus dem warmen vier Wänden und hinein ins Wintwrwonderland!

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