CalMag - Wieso ist Calcium & Magnesium so wichtig?

Calcium und Magnesium sind zwei wichtige Elemente in der Nährstoffversorgung der Pflanze. Diese beiden Elemente sind Katalysatoren sowie Bildungselemente die Pflanzen zum Wachstum verhelfen. In einigen Gegenden ist Calcium und Magnesium reichlich vorhanden, während es bei der Topfkultur und Hydroponik meist hinzugefügt werden muss.

Die Rolle von Calcium in der Nährstoffversorgung ist, dass das Calcium das grundlegende Bildungsmittel der Zellwände ist Calcium verbessert die Nährstoffabsorption und den Nährstofftransport anderer Nährstoffe innerhalb der Pflanze. Calcium sorgt für die Bildung zahlreicher wachstumsregulierender Enzyme und dient ihrer Aktivierung sowie Deaktivierung. Zusätzlich hilft Calcium bei der Umwandlung von Stickstoffen zur Proteinsynthese und zur Resistenzerhöhung durch kräftigere Zelllwände.

Calcium dient innerhalb der Pflanze auch als Botenstoff, der die Kommunikation innerhalb der Zellen sicherstellt. Calcium, Magnesium und Kalium sind drei sehr eng verwobene Nährstoffe. Zuviel des Einen und die anderen zwei Elemente werden behindert.

Magnesium ist der wichtigste Bestandteil des Chlorophyll und daher essentiell für die Photosynthese. Fehlt es der Pflanze an Magnesium, so wird dadurch auch die Photosynthese und folglich das Wachstum eingeschränkt.

Die meisten Gärtner verwenden höhere Dosierungen von CalMag-Produkten während der ersten Wochen der Fruchtbildung und während der Hauptfruchtbildung, da in dieser Zeit die Photosynthese der Pflanze, durch die Umwandlung vegetativer zu generativer Prozesse, auf hochtouren läuft. Aber auch während der Anzuchtphase sollte der Pflanze ausreichend Calcium und Magnesium zur Verfügung stehen, schließlich sollten wir als Kinder zum besseren Knochenaufbau Milch trinken, die auch viel Calcium enthält.

Brunnen- und Leitungswasser enthält meist reichlich Calcium und Magnesium, nur leider handelt es sich bei beiden Elementen um die Carbonate, die für die Pflanze annähernd unbrauchbar sind. Die Moleküle der Carbonate sind viel zu groß und inmobil, als dass sie von der Pflanze aufgenommen werden könnten.

Eine Calcium Mangelerscheinung macht sich anfangs durch ein stockendes Wachstum bemerkbar. Anschließend folgen nekrotische Flecken an jüngeren Blättern. Bei fortschreitendem Mangel kann es zum Absterben der Pflanzenspitzen und Fruchtansätzen führen. Normalerweise ist aber immer das jüngere Gewebematerial der Pflanze als erstes betroffen. Erst bei fortschreitendem Mangel erscheinen die nekrotischen Flecken auch an älteren Blättern. Ein klassischer Calciummangel ist auch das klassische Faulen reifender Tomaten sowie verbrannte Blattspitzen an Kopfsalaten.

Ein Calciummangel tritt häufig durch einen schlechten Calciumtransport innerhalb der Pflanze auf. Die Mobilitätsrate von Calcium ist sehr niedrig, weshalb ein Mangel an Calcium eins der häufigsten Probleme des Gartenbaus ist.

Magnesiummangelerscheinungen treten am häufigsten bei mittleren bzw. niedrig liegenden Blättern auf. Die eindeutigsten Merkmale sind Chlorosen innerhalb der Blätter mit einer Aufhellung zwischen den Blattadern. Erst bei einem starken Mangel treten Necrosen auf. Ein Magnesiummangel tritt zunächst an älteren Blättern auf und geht anschließend auf die jüngeren Blätter über.

Die meisten Gärtner diagnostizieren eher eine Viruserkrankung oder natürlche Alterung, als es als einen Magnesiummangel zu erkennen. In fortgeschrittenem Stadium kann ein Magnesiummangel auch einem Kaliummangel ähneln. Ein Magnesiummangel führt auch zu kleinbleibenden Fruchtständen während sich die Blüten nie zu ihrem vollen Potenzial entwickeln können. Einem auftretenden Magnesiummangel kann durch erhöhte Gaben während der Fruchtbildung entgegengewirkt werden, wodurch das vorzeitige Vergilben von Sonnenblättern während der Fruchtbildung verhindert wird.

Der häufigste Grud eines Calcium-Magnesiummangels ist die klassische Blockade. Das vorhandene Calcium und Magnesium ist zu inmobil und die Moleküle zu groß, um durch die Pflanze transportiert zu werden. Entsprechend verstopfen diese großen Moleküle den Zellfluss. Durch die Blockade wird nicht nur die Aufnahme von Calcium und Magnesium verhindert. Auch andere Nährstoffe können nicht mehr optimal aufgenommen werden.

Es gibt Mittel und Wege dieses Phänomen zu verhindern. Humin- und Fulvosäuren als auch lebende nützliche Mikroorganismen können beim Abbau der nichtpflanzenverfügbaren Nährstoffe helfen. Diese Abbauprozesse erfordern aber einige Zeit und garantieren nicht den vollständigen Abbau der Blockade.

Ein weiterer Grund der zum auftreten von Calcium-Magnesium-Mangelerscheinungen führt ist das fehlende Zufügen von CalMag-Produkten, wenn mit Regenwasser oder Osmosewasser gearbeitet wird. Auch in Gegenden mit sehr weichem Leitungswasser muss CalMag hinzugefügt werden. In den erwerbaren Düngemitteln ist immer nur ein Mittelwert CalMag enthalten, der in Gegenden mit sehr weichem Wasser nicht ausreichend ist. Die Menge des hinzugefügten CalMags richtet sich nach dem Ausgangs EC-Wert und dem Wachstumsstadium der Pflanze. Einige Substrate wie beispielsweise Coco sollten zusätzlich mit CalMag behandelt werden. Besonders in der ersten Wochen des Wachstums sollte auf eine höhere CalMaggabe geachtet werden.

Wie kann ich als Gärtner von Anfang an Probleme mit Calcium und Magnesium verhindern?

Die sinnvollste Vorgehensweise ist die Nutzung von Osmosewasser. Die Anschaffung einer Osmoseanlage kostet zwar Geld, aber sie erspart dem Gärtner viel Ärger während der Kultur.

Osmosewasser ist beinahe Nährstofffrei und alle überschüssigen und toten Nährstoffe werden durch die Osmoseanlage entfernt.

Nachdem das Wasser durch die Osmoseanlage gelaufen ist sollte zunächst das CalMag Produkt bis zum gewünschten EC Wert hinzugefügt werden. In der Regel nutzen Gärtner Werte zwischen 0,4-0,7 EC.

Einige Düngemittelhersteller bieten speziel auf hartes Wasser abgestimmte Düngemittel an. Diese Dünger erfüllen zwar ihren Zweck, der Gärtner wird aber nie die selben Erträge erzielen können, wie wenn er mit Osmosewasser arbeiten würde.

Um akute Mangelerscheinungen schnell beheben zu können sollte das CalMag Produkt als Blattdünger für einige Tage auf die Pflanze gebracht werden, bis das vergossene Produkt in die Zellen gelangt ist. Durch die Blattdüngung wird das Produkt direkt an die Zellen gebracht, die das CalMag am dringensten benötigen.

 

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